Naturschutz im Felsenmeer

- Bodenerosion durch zehntausende Füße: die Besucher des Felsenmeeres halten sich nicht an Wege und Stufen, sondern verdichten überall rechts und links den Boden. Im September 2008 wurden zwei Waldstücke eingezäunt. Eines davon wurde mit Hacken aufgelockert, so daß sich neue Pflanzensamen ansiedeln und so der verschwundenen Tierwelt Nahrung bieten können. (Foto links). Ein Kontrollbereich wurde so verdichtet belassen, wie er war (Foto rechts). Jetzt müßte sich allmählich bereits ein sichtbarer Unterschied zeigen.
Ungelenkter Tourismus zerstört Natur, gelenkter Tourismus schafft Bewußtsein für ihren Schutz
Auftritt der Felsenmeerkobolde im Naturschutzgebiet Felsberg
Wir haben uns seit Jahren intensiv mit dem Thema Naturschutz befaßt und wichtige Belange in unsere Tourangebote einfließen lassen.
- Vor jeder Tour sagen wir unseren Teilnehmern, daß sie
- auf den Wegen bleiben sollen (Wohnzimmer der Tiere)
- keine lebenden Pflanzen und Pilze ausreißen sollen
- leise sein müssen (zuvor lautes „Ausschreien“ auf dem Parkplatz)
- keinen Müll in den Wald werfen sollen.
Danach werden diese von sich aus auf Müll im Wald aufmerksam, heben ihn auf und nehmen ihn bis zum nächsten Mülleimer mit. Es versteht sich von selbst, daß unsere Kobolde selbst alles was sie mitbringen, auch wieder mit aus dem Wald hinausnehmen. Wir verwenden nur Mehrwegartikel: z.B. Akkus statt Batterien.
- Unsere Touren beinhalten wesentliche Informationen über Tiere und Pflanzen des Waldes, die Lebensgemeinschaften, und die Einflußnahme durch den Menschen auf sie. Als Kobolde können wir diese Inhalte spielerisch ohne Zeigefinger vermitteln, und durch die Art der interaktiven Vermittlung bleibt dies auch nachhaltig im Gedächtnis.
- Essen und Trinken in Verbindung mit unseren Touren wird immer in Zusammenarbeit mit der örtlichen Gastronomie organisiert. Es gibt ein Koboldpicknick oder ein Dibbezauber-Buffet am Kiosk an der Riesensäule oder von der Koboldklause, oder ein Nibelungenbuffet das von der Metzgerei Hornung geliefert wird. Unser Picknick wird ausschließlich am Kiosk, an der Schutzhütte „Lautertalblick“ oder „Brücke“ oder am Fuß der Felsen an der Siegfriedsquelle verabreicht.
Für eine Einkehr / Übernachtung vor oder nach unseren Touren empfehlen wir immer die umliegenden Gastronomiebetriebe.
Damit wird bei unseren Touren im Vergleich zu „normalen“ Wandergruppen (Einzelwanderer, Familien, Vereine) eine wesentlich umweltschonendere und zugleich wirtschaftsfördernde Qualität erreicht.
Da das Felsenmeer nicht für Besucher unzugänglich gemacht werden kann (und soll), weil manche Besucher jedoch eine gewisse Eigendynamik bis hin zum Überklettern von Zäunen einbringen, ist es im Sinne des Umweltschutzes wesentlich sinnvoller, wenn die Besucher in thematischen Führungen wichtige Aspekte des Umweltschutzes vermittelt bekommen. Daran arbeiten die Felsenmeerkobolde, die Felsenmeer-vor-Ort-Führer und Geopark-Ranger in gemeinsamer Anstrengung.
Aktionstage Mach mit - Felsenmeer
Entbuschungsaktion der Felsen
Zum zweiten Mal hieß es am 28. März 2009 “Aktion Mach mit - wir schaffen was im Felsenmeer”. Am 19. September 2009 folgte der dritte Arbeitseinsatz. Diese Aktion war im Jahr 2008 von der Bürgerstiftung Lautertal initiiert worden, und viele freiwillige Helfer waren gekommen, um gemeinsam die Felsen von Brombeerranken zu befreien.
Die Randbereiche des Felsenmeeres sollen entbuscht werden. In Zusammenarbeit mit dem Forstamt Lampertheim und der Bürgerstiftung Lautertal i.G. wird das Felsenmeer-Informationszentrum die Aktion leiten. Zum einen soll dadurch das Klettern auf den Felsen wieder attraktiv bzw. möglich werden, um den Blockstrom freizuhalten. Zum anderen sollen so die Seitenbereiche mehr Ruhe bekommen und sich regenerieren. Zur Unterstützung wird das ausgeputzte Unterholz an den Wegrändern abgelegt, so daß sich Trampelpfade nicht mehr so leicht bilden können.