„Hütet Euch vor Knoden“- diese Inschrift soll auf dem Triumpfbogen zu Paris zu finden sein und die französischen Soldaten seit den Napoleonischen Kriegen vor diesem harmlosen Odenwälder Bergdörfchen warnen. In Knoden wurde von alters her die Kunst des Brauchens gepflegt.
Wesentlich erweiterte Neuauflage mit vielen Zeichnungen, Fotos und Hintergrundinfos
Preis: 12,95 Euro (inkl. Mwst., bei Bestellung zzgl. Versandkosten in Höhe von 4,00 Euro pro Bestellung)
Unter der Knodener Kunst versteht man die gutmütige Variante des Hexens oder Zauberns. Während sich Zauberei und Hexerei stets zum Nachteil des Betroffenen auswirkt, so ist das Brauchen im Gegenteil nützlich und hilfreich. Doch das Brauchen gehört inzwischen zu den vielen inzwischen ausgestorbenen Handwerksberufen im Odenwald. Die Felsenmeerkobolde haben jetzt das Buch über die Knodener Kunst ganz neu aufgelegt.
Neben einer spannenden Geschichte um die traditionellen Figuren des Bitschenickel, des Schoofnickel und des Hamplers gibt es nun stimmungsvolle Illustrationen und weitere Informationen über die Ernährung in früheren Zeiten, sogar das eine oder andere Zauber-Rezept konnte Autor Thomas Maul auftreiben:
zum Beispiel „Das erprobte undankbare Antidot“ - Es hilft denen, welche die Speise nicht bei sich behalten, gegen Schmerzen in der Seite, Seitenstechen, Erbrechen von Blut, gegen jede Art von Husten, Atemnot, Dysenterie, Schlaflosigkeit, Darmschmerzen und Koliken.Wenn du für dieses Heilmittel nicht im Voraus entlohnt wirst, sieh zu, dass du es keinem gibst, denn viele haben es nur ein einziges Mal eingenommen und genasen. Worauf der Arzt ohne Entgeld blieb. Es enthält: 1 Unze Gelbdolde, 2 Unzen Safran, 1 Unze Biebergeil, 4 Unzen langer Pfeffer, 1 Unze Pfeffer, 4 Unzen Kostwurz, 4 Unzen Styrax, 1 Unze Zimtkassie, 1 Unze Mutterharz und genügend attischen Honig.Wer also lieber zuhause im kuscheligen Lesesessel sitzt, anstatt sich das Theater im Wald zur Knodener Kunst anzusehen, das die Felsenmeerkobolde alljährlich am letzten Oktobersamstag aufführen, dem sei das Büchlein „Hütet Euch vor Knoden!“ von Thomas Maul empfohlen, das im Verlag der Felsenmeerkobolde neu erscheint.
Die Figuren in den Geschichten sprechen natürlich Odenwälder Dialekt, der jeweils direkt darunter in Übersetzung erscheint. Auch ein Glossar mit alten aussterbenden Mundartausdrücken gehört zum Buch.