Fragen und Antworten für den Besuch im Felsenmeer

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Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Felsenmeer?

Von Bensheim oder Lindenfels

Tja... da kommt vor dem Spaß ein bißchen Fußweg. Mit der Bahn kommt man bis Bensheim etwa alle Stunde aus Norden oder Süden. Der Linienbus Linie 665 fährt ebenfalls ca. stündlich (manchmal sogar im passenden Takt!) Richtung Lindenfels. In Reichenbach Markt haben Sie dann einen 25 minütigen Fußmarsch bis zum Naturparkplatz Felsenmeer oder Talweg vor sich. Zug- und Busverbindungen finden Sie schnell und zuverlässig im Internet unter www.bahn.de. Von und nach Beedenkirchen und Staffel (Kreuzhof-Kuralpe) verkehrt ein Ruftaxi, das zu bestimmten Zeiten - allerdings nur auf vorherigen Anruf - fährt. Sie erreichen das Ruftaxi unter Telefon 06255-636. Auch ein Linienbus soll dort schon gelegentlich gesichtet worden sein. Natürlich stehen Ihnen in Bensheim und Lindenfels auch einige Taxiunternehmen zur Verfügung. Man hilft Ihnen sicher gern in den Gaststätten weiter, wenn Sie ein Taxi wünschen.

Von Darmstadt, Nieder- oder Ober-Ramstadt

Sie können mit dem Linienbus K 27 bis Hoxhohl-Wiesenhof fahren. Von dort geht ein wunderschöner Feldweg durch Wiesen und Wald hinüber zur Kuralpe. Sie benötigen dafür etwa eine Stunde gemütlichen Spaziergang. Wenn Sie eine Tour bei uns buchen möchten, bekommen Sie einen genauen Wegeplan und wir markieren die Abzweige in der Landschaft mit einem kleinen Kobold.

Mit dem PKW

Zugegebenermaßen ist es am einfachsten, den Felsberg mit dem eigenen PKW zu erreichen, von weither am schnellsten über die Autobahn A5. Zwischen Darmstadt und Heidelberg liegen die Abfahrten Bensheim für Anreisende aus Süden und Seeheim-Jugenheim für nördliche Besucher.
Von Bensheim führt die B 47 Richtung Michelstadt nach ca. 8 Kilometer nach Reichenbach. Hier biegt man links auf die L 3098 nach Beedenkirchen ein. Diese Straße führt östlich des Felsberges entlang.
Von Seeheim-Jugenheim folgt man der L 3101 nach Südosten Richtung Balkhausen und weiter über den Kreuzhof Kuralpe. Schon von weitem sieht man den Felsberg majestätisch liegen.

Die Naturparkplätze:


Rund um den Felsberg gibt es fünf Naturparkplätze mit wunderschönen Rundwanderwegen durch die Felsenmeere und zu den römischen Werkstücken. Je nach Geschmack finden Sie hier Wanderungen von einer halben bis zu drei Stunden. Auch der europäische Fernwanderweg E8 überquert den Felsberg.

Naturparkplatz Kuralpe:

Von Seeheim-Jugenheim kommend auf der Höhe beim Hotel-Restaurant Kuralpe gelegen; in zwanzig Minuten sind Sie von hier aus mitten im Geschehen am oberen Felsenmeer.

Naturparkplatz Felsberg:
Hier ist die Anfahrt länger als der Marsch durchs Felsenmeer: von Seeheim-Jugenheim kommend biegen Sie hinter Balkhausen rechts auf einen schmalen Weg ein, den Schildern zum Höhengasthaus „Felsberg“ und „Felsenmeer-Hotel“ folgend. Der Parkplatz ist oben auf der Kuppe, direkt beim Ohlyturm und dem Funkmast. Von hier aus haben Sie fünf Minuten bergab bis zum oberen Felsenmeer, aber bedenken Sie, daß Sie alles wieder hinaufkeuchen müssen!

Naturparkplatz Römersteine:
Direkt bei Beedenkirchen westlich der L 3098 gelegen; auf dem Parkplatz liegen die ersten römischen Werkstücke. Dieser Parkplatz bietet einen angenehmen Zugang für Wanderer mit Kinderwagen oder ältere Menschen. Der Weg führt zunächst etwa zwanzig Minuten ganz eben durch lichten Hochwald Richtung Felsenmeer. Am Wegesrand stehen die Informationstafeln des geologischen Lehrpfades.

Naturparkplatz Felsenmeer:
dies ist der größte Parkplatz, hier rollen die Ausflugsbusse an. Sie finden ihn westlich der L 3098 am Ortsausgang von Reichenbach in Richtung Beedenkirchen. Von hier aus müssen Sie sich das Felsenmeer von unten erkämpfen, doch gleich am Anfang des vielfältigen Wegenetzes liegt die Siegfriedsquelle mit ihrem durch die Felsen gefilterten klaren Wasser.

Naturparkplatz Talweg:
dieser Parkplatz liegt ein wenig versteckt am Ortsrand von Reichenbach. Sie fahren zunächst die L 3098 Richtung Beedenkirchen, biegen aber gleich links in die Balkhäuser Straße und dann rechts in den Felsbachweg ein. Diesem folgen Sie bis hinauf auf die Höhe, wo nach Gärten und Weiden der Felsbergwald beginnt. Von diesem Parkplatz aus haben Sie Zugang zum Vogellehrpfad der Vogelschutzgruppe Reichenbach, der sich bis hinauf zum Borstein zieht.

 

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Wie ist denn nun das Felsenmeer entstanden?

Hier ist die Info zur Entstehung des Felsenmeeres und was wir Kobolde damit zu tun haben:

Die Entstehung des Felsenmeeres begann vor etwa 340 Mio Jahren. Damals hob sich eine gigantische Magmablase aus dem Erdinneren, die jedoch nicht als Vulkanausbruch bis zur Oberfläche durchdrang, sondern in etwa 10.000 mtr. Tiefe steckenblieb und langsam und unter großem Druck abkühlte. So konnte sich die Kristallstruktur herausbilden, die sich in unserem speziellen Fall als eine Art Granit, nämlich Melaquarzdiorit, ausprägte. Durch Kontinentalverschiebungen gelangte der erkaltete Stein - auch Pluton genannt - allmählich an die Oberfläche. Da der Druck von 10.000 mtr. Erdreich damit auch allmählich nachließ, entstanden Entspannungsrisse. Das kann man sich wie bei einem aufgehenden Hefeteig vorstellen. In die Risse konnte Wasser eindringen, der Frost drückte den Pluton an den Rissen auseinander, er zerbarst in immer kleinere Stücke, die nun vom Regen und der Erosion rundgewaschen wurden. An den Ecken stärker als an den Kanten, so daß die Brocken mit der Zeit rund wurden und in eine natürlich vorhandene Rinne rollten, wo sie bis heute als Felsenmeer liegenblieben. Es gibt aber im Felsberg nicht nur ein Felsenmeer, sondern insgesamt 18. Nur sind diese nicht so spektakulär wie das große Felsenmeer, das seit etlichen Jahrzehnten unter Natur- und Denkmalschutz steht.
Eine Besonderheit sind die römischen Werkstücke, die im Felsberg zu finden sind: hier kann man interessante Details zur Arbeits- und Lebensweise der alten Römer sehen, die zwischen 200 und 400 n. Chr. (rundgerechnet) hier Werkstücke bearbeiteten.
Nun kommt aber der spannende Teil: die geologische Erklärung zur Entstehung des Felsenmeeres klingt zwar recht plausibel, aber Kobold Kieselbart weiß es natürlich besser: war er doch schließlich selbst dabei, als die beiden Riesen Felshocker und Steinbeißer damals vor Millionen von Jahren ihren Riesenstreit bekamen, bei dem sie sich mit Felsbrocken bewarfen, bis ein jeder unter Felsen begraben ward. Dort liegen sie noch heute, und manchmal kann man sie schnarchen hören... Aber mehr verrät Kobold Kieselbart nur mutigen Menschen, die sich trauen, selbst ins Felsenmeer zu kommen...

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Ist das Felsenmeer Naturschutzgebiet?

Das Felsenmeer ist ein ganz besonderes Naturschutzgebiet, denn gleichzeitig wird es täglich von vielen hundert Besuchern aufgesucht. Beides unter ein Dach zu bekommen, ist gar nicht so einfach.

Denn wenn plötzlich nicht mehr so viele Füße über die Felsen klettern würden, wäre das Felsenmeer in 50 Jahren nicht mehr zu sehen. Brombeeren und Farne, Haselnuß und Holunder hätten die Felsen ruckzuck erobert. An den Randbereichen ist dies sogar zu sehen. Damit würde sich der Charakter dieses Stückes Natur drastisch verändern. Deshalb ist das Klettern auf den Felsen sogar erwünscht.

Nicht erwünscht ist jedoch, wenn man merkt daß die Kletterei zu anstrengend ist und einfach rechts oder links der Felsen durch den Wald trampelt. Was dann passiert, kann man hier sehen.

Also: Klettern auf den Felsen erwünscht, ansonsten bitte Wege und Treppen benutzen!

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Wo finde ich denn die Preise für Erwachsenen-Führungen?

Da die Touren für Erwachsene immer individuell geplant werden, benötigen wir zunächst ein paar Infos über die Anzahl der Personen, Altersstruktur (gute Wanderer oder bequeme Spaziergänger), den Zeitrahmen und Ihr verfügbares Budget. Dann arbeiten wir für Sie eine dazu passende Tour oder mehrere Vorschläge aus.
Wir haben bestimmte Mindestsätze, das heißt unsere Touren beginnen bei 150 Euro, alles Weitere richtet sich nach der Anzahl und den angebotenen Elementen.

 

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Geocashing und Letterboxing - Wo ist der Unterschied zur Schatzsuche?

Es gibt zahlreiche Arten, seine Freizeit draußen in der Natur zu verbringen. Spannender als ein Spaziergang wird das durch eine Schatzsuche.

Beim Geocashing holen Sie sich Ihre Schatzkarte zunächst aus dem Internet, dort gibt es viele Angebote - täglich werden es mehr. Man kann sich sogar auf eine Liste setzen lassen, so daß man regelmäßig die neuesten Cashes erhält. Mit GPS oder Karte geht man dann im Gelände auf die Suche nach dem Cash. Das ist meist eine Box mit verschiedenen kleinen Sachen drin. Man trägt sich ins Logbuch ein, nimmt einen Schatz heraus und legt einen anderen dafür hinein.

Letterboxing ist im Prinzip ähnlich, es gibt auf der Schatzkarte oftmals sehr knifflige Aufgaben, man geht mit Karte und Kompaß - und wir empfehlen unbedingt auch einen Taschenrechner! - ins Gelände und sucht nach der Letterbox. Darin ist das Logbuch, und gewiefte Letterboxer haben einen eigenen Stempel für ihren Eintrag!

Unsere Schatzsuche dagegen ist anders aufgebaut. Dabei ist immer die Anwesenheit eines Koboldes oder auch der Hexe erforderlich, da es ja in den Zauberwald geht. Unsere Schatzkarte kann man auch nicht im Internet finden. Die bekommt man nur zu ganz bestimmten Tagen und Uhrzeiten. Dafür gibt es unsere Schatzkarte in vielen Variationen: für Kinder ab 6 Jahren, für große Kinder ab 10 Jahren, für Jugendliche, für Erwachsene mit pikanten Details über das Liebesleben der Drachen. Auch die Schatzkiste kann - da wir ja im Zauberwald sind - ganz nach Wunsch gefüllt sein. So findet jeder einen Schatz, der alters- oder interessenmäßig zu ihm paßt...

Unsere Schatzsuche kann auch als Mehrtagesprogramm ausgearbeitet werden, mit Einkehr, Übernachtung, Kutschfahrt und vielen anderen tollen Details. Das ist ein Super Geschenk zu runden Geburtstagen, für den Chef, zu Weihnachten...

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Kann ich mit Kinderwagen ins Felsenmeer?

Das Felsenmeer ist ein etwa 1,2 km langes Flächendenkmal aus übereinanderliegenden Felsblöcken, mit einer Steigung von ca. 260 Meter. Im Zickzack führen Wege hinauf. Die breiten Wege sind gut begehbar mit leichter Steigung, führen aber z.T. auch über holprige Felsabschnitte. Dann gibt es Stufen, über die man direkt am Felsenmeer entlang hinaufsteigen kann.

Für Kinderwagen gibt es im unteren Bereich nur den Rundweg 1, ca. 20 min.
Dann folgt ein Stück, das nur über 200 Stufen oder einen sehr steilen Pfad überwunden werden kann. Danach geht es bis oben hin über Wege weiter.

Der beste Einstieg für Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer ist der Parkplatz Römersteine in Beedenkirchen oder Talweg in Reichenbach. Von dort aus kommt man oberhalb der 200 Stufen ins Felsenmeer und hat weitläufige Möglichkeiten.

Die genauen Wegeverläufe findet man in unserer Wanderkarte "Wanderwege im Felsenmeer", die man im Felsenmeer-Informationszentrum am Fuß der Felsen oder im Kiosk an der Riesensäule und in vielen Gasthäusern rund ums Felsenmeer für 1 Euro bekommt. Wir schicken sie auch gern per Post zu.

 

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Wo kann man denn mal Pipi oder AA...?

Es gibt im Felsenmeer keine Toiletten. Eine öffentliche Toilette ist im Felsenmeer-Inforamtionszentrum am Fuße des Felsenmeeres, auf dem Gipfel gibt es das Restaurant Adas Buka, wo man gegen eine kleine Gebühr - das gebietet die Höflichkeit! - auf Toilette gehen darf.

Dazwischen gibt es nur Bäume und Gebüsch...

Doch merke: in den Felsen klettern auch kleine Kinder herum, ihnen sollte man den Griff ins ... ersparen! Für ganz dringende Notfälle kann man etwas abseits ins Gebüsch verschwinden.

Windeln sind ein ganz großes Problem: man findet nach manchen Sonntagen hinter jedem Felsen eine volle Windel - die könnte man doch eigentlich auch in einer Plastiktüte mit nach Hause nehmen, oder? Eine Windel braucht 200 bis 500 Jahre, bevor sie vollständig verrottet ist. Wollten Sie so etwas im Vorgarten liegen haben?

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Kostet das Felsenmeer Eintritt?

Nein, das Felsenmeer steht jedem kostenlos zur Verfügung, es wird auch abends nicht abgeschlossen oder reingestellt.
Auf dem Parkplatz "Felsenmeer" in Reichenbach werden Parkgebühren verlangt, diese Einnahmen verwendet die Gemeinde Lautertal aber für die Instandhaltung der Anlagen.

Die Felsenmeerkobolde bieten ihre Veranstaltungen natürlich gegen Gold, Silber, Edelsteine und christliche Penunzen an, doch davon wird wieder ein Teil in Koboldausrüstung investiert, ein großer Teil finanziert das Ferienspiele-Zeltlager der Gemeinde Lautertal, und ein Anteil wird am Ende des Jahres in einen Fonds eingezahlt, der für die Instandhaltung des Felsenmeeres - Stufen, Wege, Schilder etc. - da ist.

Sie dürfen sich also im Felsenmeer entweder ganz nach Lust und Laune kostenlos vergnügen, Sie dürfen aber auch gerne eine der spannenden Koboldtouren buchen! Nur eine Bitte haben wir Kobolde: wenn Sie Ihr Essen und Trinken mitbringen, nehmen Sie doch bitte Ihren Müll wieder mit. Oder besuchen Sie am besten gleich eines der gemütlichen Gasthäuser rund um das Felsenmeer - dort freut man sich über Ihren Besuch!

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Warum soll ich Parkplatzgebühren bezahlen?

Das Parken auf dem Felsenmeer-Parkplatz in Reichenbach kostet pro PKW 2 Euro. Dafür sorgt das Felsenmeer-Informationszentrum dafür, daß Toiletten und Mülleimer vor Ort sind, daß im Felsenmeer Wege, Stufen und Geländer in Ordnung gebracht werden, daß man im Informationszentrum viele spannende Dinge sehen, hören und erfahren kann...

Übrigens: Parkplatzgebühren zahlt man bei den allermeisten Sehenswürdigkeiten, meist sogar mehr als 2 Euro.

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Warum gibt es im Felsenmeer keine Mülleimer?

Früher gab es über das gesamte Felsenmeer verteilt etliche Mülleimer, die einmal pro Woche geleert wurden. Rings um diese Mülleimer oder Papierkörbe waren regelmäßig ganze Müllsäcke, kaputte Rucksäcke und diverse andere nette Sachen abgelagert, so daß das Felsenmeer insgesamt eher einer Müllkippe als einer Sehenswürdigkeit glich.

Seit die Mülleimer entfernt wurden, werden die Plätze trotzdem noch regelmäßig kontrolliert, es liegt aber wesentlich weniger Müll herum.

Prinzipiell kann jeder das was er ins Felsenmeer hineinschleppt, auch wieder mit hinaus und nach Hause nehmen, der Müll wiegt ja nicht mehr als das was man mitgenommen hat. Kleine Faustregel: immer eine Plastiktüte im Rucksack - dann ist man auf alles vorbereitet.

 

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Was tun bei Gewitter?

Richtiges Verhalten bei Gewitter

Millionen Blitzeinschläge treffen täglich die Erde, fünf bis sieben Deutsche sterben jährlich daran - ein vergleichsweise geringes Risiko, zu dem ähnlich viel Pech gehört wie andererseits Glück zu einem saftigen Lottogewinn. Deutlich mehr Menschen aber werden durch Blitze verletzt. Darum sollten Sie das Schicksal nicht herausfordern: Wer zwischen Blitz und Donner gerade noch langsam bis zehn zählen kann, ist dem Gewitter schon so nahe, dass er sich schleunigst davor in Sicherheit bringen sollte.

Blitze schlagen in die höchste Erhebung ein

Das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden, lässt sich durch einige Grundregeln minimieren. Der Blitz, der zur Erde niederfährt, ist eine elektrische Ladung, die einen Spannungsunterschied zwischen der Gewitterwolke und der Erde darunter ausgleicht: 100 Millionen Volt können das sein, und beim Einschlag fließt für den Bruchteil einer Sekunde ein Strom von rund 30.000 Ampère. Auf etwa 30.000 Grad Celsius wird dabei die Luft um die Entladung herum erwärmt. Diese dehnt sich davon explosionsartig aus und es entsteht ein charakteristisches Geräusch: der Donner. Der Blitz schlägt vorzugsweise in die höchste Erhebung ein: Darum sollte der Wanderer bei Gewitter Felder oder Wiesen möglichst verlassen, um nicht selbst die höchste Stelle darzustellen.

 

Bei Gewitter besonders gefährlich: alleinstehende Bäume 

Nicht nur vor Eichen - vor allen Bäumen weichen!

Genauso fatal kann es sein, sich unter einen Baum zu retten: Schlägt der Blitz in den Stamm ein, kann die Spannung überspringen, oder dem vermeintlich Sicheren fallen Äste auf den Kopf. Der alte Spruch über die zu suchenden Buchen und die Eichen, vor denen man besser weichen solle, stimmt so übrigens nicht. Zwar gibt es Theorien, nach der der Blitzeinschlag in Eichen tatsächlich besonders gefährlich sein könnte, da deren Holz einen vergleichsweise hohen Wassergehalt aufweist, aber ausreichend belegt ist das nicht. Besser ist es, davon auszugehen, dass der Blitz überall einschlagen kann. Besonders gefährdet sind alleinstehende Bäume.

Weg mit Handy und Fahrrad

Wichtig ist es auch, bei Gewitter Abstand von Metall zu halten: Zwar ziehen Fahrräder, Handys, Skistöcke und Geländer den Blitz nicht extra an, wenn er aber dort einschlägt, dann leiten Metallgegenstände den Strom besonders gut weiter - das kann zu massiven Verbrennungen führen. Gefährlich im Freien ist aber nicht nur der Blitz, der einen direkt trifft, sondern auch der Einschlag in die nähere Umgebung. Im Boden wird der Strom nämlich gut weitergeleitet. Wer im Freien von einem Gewitter überrascht wird, sollte sich daher nie flach auf den Boden legen, sondern immer in die Hocke gehen, die Beine möglichst dicht zusammenstellen. Mehrere Personen, die zusammen im Gewitter unterwegs sind, sollten dabei möglichst Abstand zueinander halten.

Lieber hüpfen als laufen

Am besten aber schützt ein festes Gebäude mit Blitzableitern - nur vor Leitungen sollte man sich dort in Acht nehmen und nicht unbedingt gerade duschen. Draußen ist auch das Auto sicher: Es bildet einen sogenannten "Faradayschen Käfig", bei dem der Strom durch die Metallkarosserie in den Boden fließt, ohne die Insassen zu verletzen. Gefährlich kann es übrigens sein, vor dem Gewitter wegzurennen. Auch wenn der Blitz mehrere Meter entfernt in den Bogen einschlägt, droht durch die sogenannte "Schrittspannung" Lebensgefahr. Von der Einschlagstelle aus breitet sich die Spannung kreisförmig aus und verliert dabei an Stärke. Stehen die Füße nun, weil man gerade einen Schritt macht, auseinander, dann besteht zwischen ihnen ein Spannungsunterschied und der Strom kann durch den Körper fließen. Experten raten ernsthaft, sich mit geschlossenen Beinen hüpfend aus dem Zentrum des Gewitters zu entfernen, wenn es unbedingt sein muss. Aus dem gleichen Grund ist übrigens der Aufenthalt im Wasser bei Gewitter so gefährlich: Auch hier herrscht von der Einschlagstelle des Blitzes aus ein starker Spannungsabfall, und ein im Wasser langgestreckter Körper weist so starke Spannungsunterschiede auf, dass der Strom durchfließt und zu schweren Verletzungen wie Verbrennungen oder gar zum Herzstillstand führen kann.

Text bis hierher: www.planet-wissen.de, Autor Andreas Kohler

Mitten im Wald

Verlassen Sie den Wald oder suchen Sie eine Schutzhütte auf. Im Felsenmeer gibt es an folgenden Orten Schutz: am Fuß der Felsen im Felsenmeer-Informationszentrum, an der Brücke Schutzhütte, am Weg Nr. 4 von Beedenkirchen (Parkplatz Römersteine) Schutzhütte in der Nähe der Brücke, an der Riesensäule Schutzhütte, am Altarstein (oberstes Felsenmeer) Schutzhütte, auf dem Gipfel des Felsberges Häuser.

Manchmal kommt man aber nicht zu einer Schutzhütte, weil der Weg zu weit wäre. Dann suchen Sie zumindest dichten und flachen Baumbestand auf. Dort ist die Gefahr geringer, von umstürzenden Bäumen getroffen zu werden. Außerdem schlägt der Blitz viel lieber in höhere Bäume ein. Kauern Sie sich dort hin. Halten Sie aber so viel Abstand, dass Sie auch von jungen Bäumchen nicht getroffen werden können.

Alles was Sie schon immer zum Besuch im Felsenmeer wissen wollten...

Jedes Jahr erfreuen sich Tausende von Besuchern am Felsenmeer. Auch Kleinkinder und Senioren. Und damit dieser Tourismusmagnet möglichst allen Interessengruppen gerecht wird wird vieles getan. Was und wie erfahren Sie hier.

Hier bleibt keine Frage zum Besuch im Felsenmeer offen. Und wenn doch noch etwas unklar ist, freuen sich die felsenmeerkobolde auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.